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Mehr Schatten für Spielplätze – Ergebnisse der ersten Kindersprechstunde beim Goetheturmfest


Am Kinderbeauftragtenstand nahe am Eingang des Goetheturmspielplatzes befasste sich rund ein Drittel der Anregungen mit dem fehlenden Schatten auf Spielplätzen. Diesbezüglich hatte Wendel-Roth, seit dem vergangenen Herbst Kinderbeauftragte in Sachsenhausen-Süd, Bitten von Eltern bereits im Vorfeld der Kindersprechstunde in Sachsenhausen-Süd an den Ortsbeirat 5 bezüglich des Spielplatzes Goetheblick (Sachsenhäuser Landwehrweg) weitergleitet. Dort ist der Sandspielbereich der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Der Ortsbeirat 5 stellt nun einen Betrag aus den Ortsbeiratsmitteln zur Unterstützung der Aufstellung eines Sonnenschirms bereit. „Der Klimawandel macht vor Spielplätzen nicht halt und die Pandemie hat dafür gesorgt, dass sich Familien häufiger draußen aufhalten. Die Gefahr von Sonnenstichen genauso wie von Verbrennungen in etwa durch zu heiße Kontaktflächen von Rutschen ist für Kinder größer als für Erwachsene“, so Wendel-Roth. Laut einer Stadtverordnetenanfrage wolle der Magistrat in den kommenden Jahren vorzugsweise mit „Bäumen und Großsträuchern“ Abhilfe schaffen, weil Sonnenschirme und -segel die kostenaufwändigere Variante seien. „Dann zieht es sich für Jahre hin, bis die Beschattung vorhanden ist. So lange können die Frankfurter Kinder aber nicht warten. Beispielsweise am Spielplatz Bischofsweg (Lerchesberg) wird auch ein Sonnenschirm für den Sandspielbereich benötigt und ist die Rutsche der Sonne ausgesetzt“, mahnt die Kinderbeauftragte.
Auch die mehrfach geäußerte Forderung nach Spielgeräten, die für verschiedene Altersgruppen bespielbar sind, damit z.B. Geschwisterkinder verschiedenen Alters denselben Spielplatz nutzen können, findet Eingang in die nächste Sitzung des Ortsbeirats 5 durch den Antrag für ein Reckstangenset für den Spielplatz am Grethenweg in Entsprechung eines Wunsches der Kinder vom dortigen Kinderzentrum, das ebenfalls durch Mittel aus dem Ortsbeiratsbudget teilfinanziert werden soll. Weiterhin wird das bald kommende neue Klettergerüst auch mehr Möglichkeiten für größere Kinder bieten. Ein weiteres Thema war die Versehung einiger größerer Spielplätze mit Toiletten. Betreffende Anträge für Komposttoiletten auf einigen Spielplätzen im Frankfurter Süden wurden kürzlich durch den Magistrat abgelehnt. Diesbezüglich hofft Wendel-Roth, dass die sich in der Fertigstellung befindliche Toilettenplanung der Stadt Frankfurt „Spielplätze mit berücksichtigt und z.B. für den Seehofpark eine gute Lösung findet.“
Bei der Kindersprechstunde sei natürlich nicht nur Kritik geäußert worden. Besucher von auswärts, auch teilweise vom Fach, hätten begeistert darauf reagiert, dass Frankfurt über ein Kinderbüro und Kinderbeauftragte verfüge und so die Partizipation von Kindern bei Entscheidungsprozessen gewährleiste.

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